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Rezepte · Herbst ·

Rotkohl-Apfel-Salat roh mariniert statt stundenlang geschmort

Roh marinierter Rotkohl mit Apfelstiften, gerösteten Walnüssen und Granatapfelkernen.

Tiefvioletter Rotkohlsalat mit hellen Apfelstiften, Walnusshälften und Granatapfelkernen in einer SteingutschalePinnen

Rotkohl-Apfel-Salat · roh mariniert statt stundenlang geschmort

Schwierigkeit

★☆☆☆☆ ganz einfach

Zeit

ca. 25 Minuten

Portionen

4 Portionen

Saison

Sept – Nov

Warum dieses Rezept was es besonders macht

Wir sind gewohnt, Rotkohl als weiche, warme Beilage zu denken, die stundenlang köchelt. Roh mariniert wird er zu etwas ganz anderem: knackig, leicht säuerlich, tiefviolett. Der Kniff ist einfach — den fein gehobelten Kohl mit etwas Salz und Apfelessig zehn Minuten kräftig durchkneten. Dabei wird er zart, ohne gekocht zu werden, und gibt ein wenig seiner Farbe ab. Dann kommen knackige Apfelstifte dazu, geröstete Walnüsse und die rubinroten Kerne eines halben Granatapfels. Ein Dressing aus Walnussöl, etwas Ahornsirup und Dijon-Senf hält alles zusammen. Das Ergebnis ist ein Salat, der jeden Herbsttisch aufhellt und der am nächsten Tag sogar noch besser schmeckt — perfekt zum Vorbereiten, wenn Gäste kommen. Eine Beilage, die plötzlich zum Hingucker wird.

Der Salat ist ein dankbarer Begleiter zu allem Herzhaften — vom Ofen-Kürbis bis zum Sonntagsbraten. Weil er sich hält und mit der Zeit sogar besser wird, ist er perfekt zum Vorbereiten. Wer mag, gibt zum Schluss etwas Feta oder ein paar Blauschimmelkäse-Brösel dazu; die Salzigkeit spielt schön mit der Süße von Apfel und Granatapfel. Auch geröstete Kürbiskerne machen sich gut darin.

Ein halbierter Rotkohl auf dem Holzbrett, daneben eine Schale mit fein gehobeltem Kohl und ein MesserPinnen

Was du für Rotkohl-Apfel-Salat brauchst

Das brauchst du alles ganz einfach

Zutaten für 4 Portionen

  • 400 g Rotkohl
  • 1 säuerlicher Apfel (Boskoop)
  • 60 g Walnüsse
  • ½ Granatapfel
  • 3 EL Apfelessig
  • 2 EL Walnussöl
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 TL Dijon-Senf, Salz

Schritt für Schritt so gelingt es dir

Der ganze Unterschied zwischen strohigem Rohkost-Rotkohl und einem zarten Salat liegt in einem einzigen Schritt: dem Kneten. Alles andere ist schnell erledigt.

Fein gehobelter Rotkohl in einer Steingutschüssel, daneben das MesserPinnen

Schritt 01 · Hauchdünn hobeln

Hauchdünn hobeln. Den Rotkohl vierteln, den Strunk herausschneiden und mit der Mandoline hauchdünn hobeln. Je feiner, desto zarter wird der Salat.

Der geknetete Rotkohl ist dunkler geworden und deutlich zusammengefallenPinnen

Schritt 02 · Kneten – der wichtigste Schritt

Kneten – der wichtigste Schritt. Gib den Kohl in eine Schüssel, streue einen Teelöffel Salz und den Apfelessig darüber und knete ihn drei bis vier Minuten kräftig mit den Händen durch. Er verliert dabei sichtbar an Volumen, wird weicher und dunkler – aus rohem Kohl wird ein Salat. Ohne das Kneten bleibt der Rotkohl hart und schmeckt strohig. Diese vier Minuten sind der ganze Unterschied.

Walnusshälften rösten in einer trockenen PfannePinnen

Schritt 03 · Walnüsse rösten

Walnüsse rösten. Röste die Walnüsse in einer trockenen Pfanne, bis sie duften, und lass sie abkühlen.

Dressing aus Walnussöl, Ahornsirup und Dijon-Senf wird mit dem Schneebesen verrührtPinnen

Schritt 04 · Dressing anrühren

Dressing anrühren. Für das Dressing verrührst du Walnussöl, Ahornsirup und Dijon-Senf mit etwas Salz zu einer sämigen Sauce.

Ein halbierter Granatapfel, einzelne Kerne liegen danebenPinnen

Schritt 05 · Granatapfel entkernen

Granatapfel entkernen. Den Granatapfel halbierst du und löst die Kerne über einer Schüssel heraus – am einfachsten, indem du mit einem Holzlöffel auf die Schale klopfst.

Fertiger Rotkohl-Apfel-Salat mit Apfelstiften, Walnüssen und GranatapfelkernenPinnen

Schritt 06 · Vermengen

Vermengen. Den Apfel in feine Stifte schneiden und sofort unter den Kohl mischen, damit er nicht braun wird. Das Dressing darübergeben und alles gründlich vermengen. Zum Schluss die Walnüsse und die Granatapfelkerne darüberstreuen.

Varianten & Vorbereitung was ich sonst noch mache

Der Salat schmeckt am nächsten Tag sogar besser. Nur Apfel, Walnüsse und Granatapfelkerne erst kurz vor dem Servieren untermischen, damit sie knackig bleiben.

Etwas Feta oder ein paar Blauschimmelkäse-Brösel zum Schluss spielen schön mit der Süße von Apfel und Granatapfel. Auch geröstete Kürbiskerne machen sich gut darin.

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Häufige Fragen kurz & klar beantwortet

Muss ich den Rotkohl wirklich kneten?

Das ist der eine Schritt, den du nicht überspringen solltest. Salz und Säure brechen die Zellwände auf, der Kohl fällt sichtbar zusammen und wird zart. Ohne das Kneten bleibt er hart und schmeckt strohig.

Geht es auch ohne Mandoline?

Ja, mit einem großen scharfen Messer. Es dauert länger und wird nicht ganz so fein, funktioniert aber. Wichtig ist nur, dass der Strunk vorher raus ist.

Wie lange hält sich der Salat?

Der marinierte Kohl hält sich abgedeckt im Kühlschrank zwei bis drei Tage und wird dabei eher besser. Apfel, Nüsse und Granatapfelkerne kommen jeweils frisch dazu.

Womit kann ich das Walnussöl ersetzen?

Mit Haselnussöl, sonst mit einem milden Olivenöl. Wichtig ist, dass es kaltgepresst ist – erhitzte Öle verlieren genau das Aroma, um das es hier geht.

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Jona

Über die Autorin

Jona · Villa Bloom & Co.

Ich schreibe über Landhausstil, Garten, Terrasse und gemütliches Wohnen – aus echter Überzeugung und eigener Erfahrung. Alles, was ich hier empfehle, habe ich selbst ausprobiert. Mehr über mich →