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Rezepte · Herbst ·

Maronen-Risotto Slow Cooking im schönsten Sinn

Cremiges Risotto mit vorgegarten Maronen und getrockneten Steinpilzen – das Einweichwasser wandert mit in die Brühe.

Cremiges Maronen-Risotto mit gebratenen Steinpilzscheiben, ganzen Maronen und Thymian in einer SteingutschalePinnen

Maronen-Risotto · Slow Cooking im schönsten Sinn

Schwierigkeit

★★☆☆☆ braucht etwas Geduld

Zeit

ca. 40 Minuten

Portionen

4 Teller

Saison

Okt – Nov

Warum dieses Rezept was es besonders macht

Risotto ist für mich Slow Cooking im schönsten Sinn: zwanzig Minuten am Herd stehen, rühren, zur Ruhe kommen. Maronen geben diesem Risotto eine sanfte, fast süßliche Tiefe, getrocknete Steinpilze das unverkennbare Waldaroma. Der wichtigste Trick steckt im Einweichwasser der Pilze — durch ein feines Sieb gegossen, wandert es mit in die Brühe und trägt den ganzen Geschmack weiter; nichts davon geht verloren. Nach und nach kommt die heiße Brühe kellenweise dazu, immer unter Rühren, bis der Reis cremig, im Kern aber noch bissfest ist. Ganz am Ende, abseits der Hitze, rührt man kalte Butter und Parmesan ein — das sogenannte mantecare, das dem Risotto seine seidige Cremigkeit gibt. Ein Zweig Thymian obendrauf, und der Teller riecht nach einem Waldspaziergang im Oktober. Passenderweise ein Rezept, das wunderbar zu meinen kleinen Stoffpilzen passt.

Ein letzter Löffel des aufgefangenen Pilzsuds, ganz zum Schluss untergerührt, gibt dem Risotto eine Tiefe, die überrascht. Reste lassen sich am nächsten Tag zu Arancini formen — kleine, goldbraun gebratene Reisbällchen. Wer keinen Weißwein verwenden möchte, ersetzt ihn durch einen Spritzer Zitrone und etwas mehr Brühe; der frische Ton fehlt dann kaum. Dazu ein einfacher Feldsalat, und der Abend ist gerettet.

Eingeweichte Steinpilze in einer Schale, daneben ein Kännchen mit dem aufgefangenen Sud, Maronen und ThymianPinnen

Was du für Maronen-Risotto brauchst

Das brauchst du alles ganz einfach

Zutaten für 4 Portionen

  • 300 g Risottoreis (Carnaroli)
  • 200 g Maronen, vorgegart
  • 20 g getrocknete Steinpilze
  • 150 ml Weißwein
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 40 g kalte Butter
  • 50 g Parmesan
  • 1 Schalotte, Thymian, Salz, Pfeffer

Schritt für Schritt so gelingt es dir

Risotto braucht keine Kunst, nur Aufmerksamkeit. Die Brühe muss heiß sein, gerührt wird durchgehend, und die Butter kommt erst dazu, wenn der Topf längst vom Herd ist.

Getrocknete Steinpilze weichen in einer Schale ein, daneben der aufgefangene SudPinnen

Schritt 01 · Steinpilze einweichen

Steinpilze einweichen. Übergieße die getrockneten Steinpilze mit etwa 250 ml heißem Wasser und lass sie zwanzig Minuten ziehen. Danach herausnehmen, grob hacken, und das Einweichwasser durch ein feines Sieb zur Gemüsebrühe gießen. Dieses Wasser ist pures Aroma – nichts davon geht verloren.

Risottoreis wird mit einem Holzlöffel in der Pfanne glasig angeschwitztPinnen

Schritt 02 · Reis anschwitzen

Reis anschwitzen. Die Schalotte fein würfeln und in etwas Butter glasig anschwitzen. Den Reis dazugeben und unter Rühren anschwitzen, bis die Körner am Rand glasig werden. Mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen.

Heiße Brühe wird kellenweise zum Risotto gegossenPinnen

Schritt 03 · Kelle für Kelle

Kelle für Kelle. Jetzt kommt die heiße Brühe nach und nach dazu, immer nur eine Kelle, immer unter Rühren. Erst wenn die Flüssigkeit fast aufgenommen ist, folgt die nächste. Das dauert etwa zwanzig Minuten. Die Brühe muss heiß sein – kalte Flüssigkeit unterbricht den Garvorgang, und der Reis wird außen weich, bevor er innen gar ist.

Steinpilze und Maronen werden unter das Risotto gerührtPinnen

Schritt 04 · Pilze und Maronen

Pilze und Maronen. Nach der Hälfte der Zeit rührst du die gehackten Steinpilze und die Maronen unter. Der Reis soll am Ende cremig sein, im Kern aber noch spürbar bissfest.

Kalte Butter und geriebener Parmesan werden abseits der Hitze eingerührtPinnen

Schritt 05 · Mantecare

Mantecare. Nimm den Topf vom Herd. Jetzt – und wirklich erst jetzt, abseits der Hitze – rührst du die kalte Butter und den geriebenen Parmesan ein. Das nennt sich mantecare und gibt dem Risotto seine seidige Cremigkeit.

Fertiges Maronen-Risotto mit Steinpilzen und Thymian in einer SteingutschalePinnen

Schritt 06 · Ruhen lassen

Ruhen lassen. Zwei Minuten zugedeckt ruhen lassen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ein Zweig Thymian obendrauf, und der Teller riecht nach einem Waldspaziergang im Oktober.

Varianten & Vorbereitung was ich sonst noch mache

Reste lassen sich am nächsten Tag zu Arancini formen – kleine, goldbraun gebratene Reisbällchen.

Wer keinen Weißwein verwenden möchte, ersetzt ihn durch einen Spritzer Zitrone und etwas mehr Brühe; der frische Ton fehlt dann kaum.

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Häufige Fragen kurz & klar beantwortet

Kann ich Risotto vorbereiten?

Nur halb. Du kannst bis etwa zur Hälfte der Brühe kochen, den Topf vom Herd nehmen und später weitermachen. Komplett fertig gegart verliert Risotto beim Aufwärmen seine Cremigkeit.

Warum kommt die Butter erst am Schluss dazu?

Weil sie abseits der Hitze mit der Reisstärke eine seidige Emulsion bildet. Über dem Feuer würde sie stattdessen zerlaufen. Genau das ist gemeint, wenn von mantecare die Rede ist.

Gehen auch frische Steinpilze?

Ja, dann brätst du sie separat an und hebst sie zum Schluss unter. Es fehlt dann allerdings das Einweichwasser, das dem Risotto einen großen Teil seines Waldaromas gibt – ein paar getrocknete Pilze zusätzlich gleichen das aus.

Welcher Reis funktioniert außer Carnaroli?

Arborio ist die häufigste Alternative und etwas leichter zu bekommen. Er wird schneller weich, deshalb ab Minute fünfzehn öfter probieren.

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Jona

Über die Autorin

Jona · Villa Bloom & Co.

Ich schreibe über Landhausstil, Garten, Terrasse und gemütliches Wohnen – aus echter Überzeugung und eigener Erfahrung. Alles, was ich hier empfehle, habe ich selbst ausprobiert. Mehr über mich →