Neu im BlogSchau dir meine neuesten Beiträge an

Rezepte · Herbst ·

Kürbis-Focaccia ohne Kneten, nur mit Geduld

Ein weicher Rührteig mit Kürbispüree, zwei Stunden Gehzeit, tiefe Öl-Dellen und Fenchelsaat.

Angerissene Kürbis-Focaccia mit luftiger Krume, Rosmarinzweigen und goldbrauner KrustePinnen

Kürbis-Focaccia · ohne Kneten, nur mit Geduld

Schwierigkeit

★★☆☆☆ braucht etwas Geduld

Zeit

30 Min. + 2 Std. Gehzeit

Portionen

1 Blech

Saison

Sept – Nov

Warum dieses Rezept was es besonders macht

Diese Focaccia braucht keine Erfahrung und keine Küchenmaschine — nur ein bisschen Geduld beim Gehen. Das Kürbispüree wird direkt in den Teig gearbeitet und färbt die Krume warm-golden; sie bleibt dadurch tagelang saftig. Geknetet wird nicht, nur verrührt und gewartet. Vor dem Backen drückt man mit den Fingerspitzen die typischen Dellen ein, in denen sich später das Olivenöl sammelt. Rosmarin und ein Teelöffel Fenchelsaat geben eine leise Anis-Note, die man nicht sofort erkennt, aber vermisst, wenn sie fehlt. Frisch aus dem Ofen, lauwarm und mit gutem Öl beträufelt, ist sie fast ein Gericht für sich. Am nächsten Tag backe ich Reste kurz auf und belege sie mit Ziegenfrischkäse und einem Löffel Quitten-Kompott — Herbst auf einem einzigen Bissen.

Focaccia ist ideal zum Vorbereiten: Der Teig kann über Nacht im Kühlschrank langsam gehen, was das Aroma noch runder macht. Frisch gebacken bringst du sie warm auf den Tisch, in Stücke gerissen zum Teilen. Übrig Gebliebenes wird eingefroren und portionsweise aufgebacken — so hast du auch unter der Woche schnell etwas Selbstgemachtes. Ein Schälchen gutes Olivenöl mit Meersalz daneben, mehr braucht es nicht.

Orangefarbener Focaccia-Teig mit Kürbispüree in einer SteingutschüsselPinnen

Was du für Kürbis-Focaccia brauchst

Das brauchst du alles ganz einfach

Zutaten für 1 Backblech

  • 400 g Weizenmehl (Typ 550)
  • 100 g Kürbispüree
  • 7 g Trockenhefe
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 8 EL Olivenöl
  • 1 TL Fenchelsaat
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 TL Salz, grobes Meersalz zum Bestreuen

Schritt für Schritt so gelingt es dir

Dieser Teig wird nicht geknetet, sondern nur verrührt. Er ist absichtlich sehr weich und klebrig – je weicher, desto luftiger wird die Krume am Ende.

Weicher, orangefarbener Focaccia-Teig in einer SteingutschüsselPinnen

Schritt 01 · Teig anrühren

Teig anrühren. Verrühre Mehl, Trockenhefe und Salz. Kürbispüree, lauwarmes Wasser und 3 EL Olivenöl dazugeben und alles zu einem sehr weichen, klebrigen Teig verrühren. Er lässt sich nicht kneten wie Brotteig – das ist richtig so.

Der aufgegangene Teig hat sich verdoppelt und ist voller BlasenPinnen

Schritt 02 · Gehen lassen

Gehen lassen. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa zwei Stunden gehen lassen, bis er sich sichtbar verdoppelt hat und voller Blasen ist.

Der Teig wird mit geölten Fingerspitzen im Backblech auseinandergezogenPinnen

Schritt 03 · Ins Blech

Ins Blech. Gieße 3 EL Olivenöl auf ein Backblech und lass den Teig hineingleiten. Mit geölten Fingerspitzen vorsichtig auseinanderziehen, bis er das Blech ausfüllt.

Focaccia-Teig mit tiefen Öl-Dellen, Rosmarinnadeln und FenchelsaatPinnen

Schritt 04 · Dellen und Belag

Dellen und Belag. Jetzt drückst du mit den Fingern die typischen Dellen hinein – tief, bis fast auf den Blechboden. Das restliche Olivenöl darübergießen, Rosmarinnadeln, Fenchelsaat und grobes Meersalz darüberstreuen. Noch einmal zwanzig Minuten ruhen lassen.

Goldbraun gebackene Kürbis-Focaccia im BlechPinnen

Schritt 05 · Backen

Backen. Bei 220 °C etwa 22 bis 25 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Ränder knusprig werden. Der Kürbis gibt der Krume ihre warme Farbe und hält sie länger saftig.

Angeschnittene Focaccia, die luftige Krume ist zu sehenPinnen

Schritt 06 · Reißen statt schneiden

Reißen statt schneiden. Kurz auf einem Gitter abkühlen lassen, dann in Streifen schneiden oder reißen. Warm ist sie am besten – zur Pastinakensuppe, zum Quitten-Kompott, oder einfach mit gutem Olivenöl.

Varianten & Vorbereitung was ich sonst noch mache

Der Teig kann auch über Nacht im Kühlschrank langsam gehen. Das macht das Aroma runder – am nächsten Tag eine Stunde bei Zimmertemperatur akklimatisieren lassen, dann normal weiter.

Kürbispüree machst du nebenbei: Hokkaido-Würfel weich dämpfen und pürieren. Reste lassen sich portionsweise einfrieren.

Kostenloses Rezeptheft

Alle sieben Herbstrezepte in einem Heft

Dieses Rezept ist Teil einer kleinen Herbstserie. Alle sieben Rezepte gibt es gesammelt als 47-seitiges PDF im Villa-Bloom-Stil – mit Saisonkalender, Einkaufsliste und einer Seite zur Herbsttafel.

Heft kostenlos sichern

Häufige Fragen kurz & klar beantwortet

Kann ich den Teig wirklich nicht kneten?

Nein, und du sollst es auch nicht. Der Teig hat eine sehr hohe Flüssigkeitsmenge und lässt sich gar nicht kneten wie Brotteig. Die Struktur entsteht allein durch die lange Gehzeit.

Woran erkenne ich, dass der Teig genug gegangen ist?

Er hat sich sichtbar verdoppelt, und an der Oberfläche stehen viele Blasen. In einer kühlen Küche kann das deutlich länger als zwei Stunden dauern – geh nach dem Aussehen, nicht nach der Uhr.

Muss ich die Dellen wirklich so tief eindrücken?

Ja. Sie sind kein Dekor, sondern halten das Olivenöl fest, das die Oberfläche beim Backen knusprig macht. Drück ruhig bis fast auf den Blechboden durch.

Wie bewahre ich Focaccia auf?

Am selben Tag ist sie am besten. Danach einfrieren und portionsweise aufbacken – so hast du auch unter der Woche schnell etwas Selbstgemachtes.

Mehr aus dem Herbst

Jona

Über die Autorin

Jona · Villa Bloom & Co.

Ich schreibe über Landhausstil, Garten, Terrasse und gemütliches Wohnen – aus echter Überzeugung und eigener Erfahrung. Alles, was ich hier empfehle, habe ich selbst ausprobiert. Mehr über mich →