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Kerzen-Deko im Landhausstil

Kerzen-Deko, die jeden Abend verzaubert

Wie ein bisschen Licht aus einem Raum ein Zuhause macht.

Von Jona  ·  Lesezeit ca. 7 Minuten

Es gibt diesen einen Moment am Abend, den ich mehr liebe als jeden anderen. Draußen wird es blau, drinnen brennt noch die große Deckenlampe – und dann mache ich sie aus. Für eine Sekunde ist es fast zu dunkel. Und dann das erste Streichholz. Mit einer einzigen kleinen Flamme kippt der ganze Raum: aus „Wohnzimmer" wird „Zuhause".

Kerzen-Deko im Landhausstil ist für mich keine Deko im klassischen Sinn. Sie ist das, was die Stimmung macht, wenn alles andere schon steht. Und genau deshalb lohnt es sich, ein paar Dinge richtig zu machen – nicht aus Liebe zu Regeln, sondern weil der Unterschied zwischen „da steht halt eine Kerze" und „oh, wie schön ist es hier" überraschend klein ist.


Eine Kerze steht nie allein

Eine einzelne Kerze auf einer großen Fläche wirkt immer ein bisschen vergessen. Deshalb stelle ich fast nie eine allein hin, sondern in ungeraden Gruppen – drei sind meine Lieblingszahl, fünf, wenn die Fläche es hergibt. Unser Auge mag ungerade Zahlen; es wirkt lebendiger und weniger gestellt. Drei locker zusammengestellte Kerzen sehen aus, als wären sie einfach so dort gelandet. Genau das ist der Trick.

Höhe ist alles

Wenn diese drei Kerzen dann noch unterschiedlich hoch sind, wird es richtig gut. Eine hohe Stumpenkerze, eine mittlere, ein kleines Licht im Glas – das Auge wandert, statt flach über die Fläche zu gleiten. Beim Arrangieren denke ich immer an eine kleine Skyline: ein bisschen hoch, ein bisschen runter, nie alles auf einer Linie.

Glas, das das Licht weiterträgt

Mein liebster Kniff kostet fast nichts: Stell ein Teelicht oder eine kleine Kerze in ein schlichtes Glas. Das Glas fängt die Flamme ein und gibt sie weicher zurück, die Spiegelungen tanzen ein wenig, und an einem windigen Abend bleibt das Licht trotzdem an. Klare, einfache Gläser wirken am besten – nichts Geschliffenes, nichts Glänzendes. Schlicht lässt dem Licht die Hauptrolle.

Welche Kerzen ich wähle – und welche nicht

Bei den Kerzen selbst schaue ich inzwischen genauer hin, als ich früher dachte. Am liebsten mag ich Kerzen aus Stearin, Raps oder Bienenwachs: Sie brennen ruhiger, rußen kaum und riechen nicht nach „Kerze". Reines Paraffin geht auch, hinterlässt mir aber zu oft dunkle Schlieren am Glas. Worauf ich sonst achte: möglichst tropffrei und in Naturweiß oder Creme. Und ein sehr praktischer Tipp, den ich ewig ignoriert habe – kürze den Docht vor jedem Anzünden auf ein paar Millimeter. Klingt pingelig, ist aber der Unterschied zwischen einer kleinen, schönen Flamme und einer rußenden.

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Meine liebsten Kerzen & Halter

Damit du nicht lange suchen musst – das nutze ich selbst für gemütliche Kerzen-Deko im Landhausstil:

Die schönste Farbe ist fast keine

Im Landhaus halte ich Kerzen sehr ruhig: Creme, Off-White, der warme Ton von ungebleichtem Wachs. Diese Farben verschwinden fast und lassen das Licht sprechen. Knallige Farben oder Glitzer ziehen die Aufmerksamkeit auf die Kerze selbst – dabei geht es doch darum, was sie mit dem Raum macht.

Meine ehrliche Meinung zu LED-Kerzen

Ich weiß, für viele sind sie ein rotes Tuch – aber es gibt Stellen, an denen ich bewusst LED nehme. Oben auf dem Bücherregal, in der Nähe von Vorhängen oder wenn kleine Kinder oder Tiere im Haus sind, ist mir Sicherheit wichtiger als eine echte Flamme. Die guten LED-Kerzen flackern heute überraschend warm. Auf dem Tisch direkt vor mir brennt aber weiterhin eine echte – da, wo ich danebensitze und ein Auge darauf habe.

Wohin damit?

Auf dem Couchtisch steht bei mir am Abend fast immer eine kleine Kerzengruppe – am schönsten gesammelt auf einem Tablett, so wirkt es gewollt und ist im Nu weggeräumt. Auf der Fensterbank wirken Kerzen von draußen einladend, fast ein leises „hier ist jemand zu Hause". Und auf dem Esstisch: lieber zwei, drei niedrige als eine einzelne hohe, damit man sich noch in die Augen sehen kann.

Duft – aber leise

Ich mag Duftkerzen, aber nur eine pro Raum, und dann eine ehrliche: warmes Wachs, ein Hauch Vanille, im Herbst etwas Holziges. Mehrere Düfte auf einmal streiten sich, und am Ende riecht nichts mehr nach etwas Bestimmtem. Eine gut gewählte Kerze, leise im Hintergrund – das reicht völlig.

Licht macht einen Raum nicht schöner. Es macht ihn freundlicher.

Kurz unromantisch: Sicherheit

Damit der schöne Abend schön bleibt: Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen lassen, von Vorhängen und Servietten fernhalten und auf eine feste Unterlage stellen. Eine kleine Laterne oder ein Glas nimmt der Flamme die Gefahr und sieht obendrein gemütlicher aus. Das ist hier die einzige Regel, die wirklich eine ist.

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