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Living · DIY

Sommerliche Tischdeko selber machen zehn kleine Ideen aus dem Garten und der Kommodenschublade

Der schönste Sommertisch kostet fast nichts. Er entsteht aus dem, was schon da ist – ein paar Zweigen, alten Gläsern, einer halben Stunde Zeit. Und genau das spürt man, sobald man sich daran setzt.

Sommerlich gedeckter Tisch im Landhausstil mit Leinenservietten, Wildblumen in kleinen Gläsern, Windlichtern und einer Girlande aus frischem Grün
Mein liebster Teil eines Sommerabends: die stille halbe Stunde, in der ich den Tisch decke

Ich gebe es ehrlich zu: Mein liebster Moment an einem Sommerabend mit Gästen ist nicht das Essen und auch nicht das erste Glas Wein im Garten. Es ist die stille halbe Stunde davor, in der ich allein in der Küche stehe, das Leinen glattstreiche und anfange, den Tisch zu decken.

Und dabei habe ich über die Jahre eines gelernt: Die schönsten Tische sind nie die teuersten. Es sind die, die man sich selbst zusammensammelt – aus dem, was im Garten wächst, was in der alten Kommodenschublade liegt, was die Kinder vom Strand mitgebracht haben. Eine selbst gemachte Tischdeko sagt jedem, der sich setzt, ganz leise: Schön, dass du da bist. Ich habe an dich gedacht.

Hier sind zehn Ideen, die bei mir immer wieder auf den Tisch wandern. Alle einfach, alle günstig – und keine davon braucht mehr als das, was du wahrscheinlich schon zu Hause hast.

1 · Eine Girlande aus frischem Grün

Leg eine lockere Linie aus Eukalyptus, Olivenzweigen oder Efeu mitten über den Tisch – einfach so, ohne Vase, direkt auf das Leinen. Das ist mit Abstand der größte Effekt für den kleinsten Aufwand. Ich schneide das Grün morgens im Garten, lege es in weichen Schlangenlinien zwischen die Teller, setze ein paar Windlichter dazwischen – und plötzlich sieht der ganze Tisch aus wie für ein Fest.

Sommerlich gedeckter Gartentisch im Landhausstil mit einer Girlande aus Olivenzweigen und Wildblumen, Windlichtern, kleinen Glasvasen und einer mit Naturbast gebundenen Leinenserviette
Eine lockere Linie aus Grün quer über den Tisch – schon sieht alles festlich aus

2 · Servietten, mit einem Zweig gebunden

Nimm deine schlichtesten Leinenservietten, roll sie locker zusammen und binde sie mit etwas Naturbast. Und dann das Wichtigste: ein kleiner Zweig Rosmarin, Lavendel oder Thymian dazwischengesteckt. Es duftet, sobald die Gäste die Serviette in die Hand nehmen – und es sieht aus, als hättest du dir große Mühe gegeben. Dabei sind es zwei Handgriffe.

3 · Platzkärtchen aus dem Garten

Schreib die Namen deiner Gäste mit einem weißen Stift auf ein Zitronenblatt, eine kleine Holzscheibe oder einen flachen Kieselstein. Ich liebe das, weil es jedem sofort das Gefühl gibt, dass dieser eine Platz nur für ihn gedacht war. Meine Kinder helfen mir oft beim Schreiben – und die krakeligen Buchstaben machen es nur noch schöner.

Gedeckter Platz mit einer in Naturbast gebundenen Leinenserviette, Lavendel und einem beschrifteten Stein als Platzkärtchen mit dem Namen Jona
Ein Stein aus dem Garten, ein Name darauf – und jeder weiß, dass er erwartet wurde

4 · Windlichter aus alten Einmachgläsern

Heb deine leeren Marmeladengläser auf. Ein Teelicht hinein, ein Stück Bast oder ein Rest Spitze drumgewickelt – fertig ist ein Windlicht, für das andere im Laden Geld ausgeben. Stell eine ganze Reihe davon mittig auf den Tisch. Wenn die Sonne untergeht und alle gleichzeitig zu leuchten anfangen, ist das der Moment, für den man den ganzen Abend gedeckt hat.

Mit Naturbast umwickelte Einmachgläser voller Wildblumen neben einem Knäuel Gartenschnur auf einem blau gestreiften Tischläufer
Alte Einmachgläser und ein Knäuel Naturbast – daraus werden im Nu Vasen und Windlichter

5 · Viele kleine Vasen statt einem großen Strauß

Statt eines üppigen Gestecks in der Mitte: Sammle alte Fläschchen, Gläser, eine ausgespülte kleine Flasche – und stell in jedes nur ein, zwei Wildblumenstängel. Über den ganzen Tisch verteilt wirkt das leicht und sommerlich, nie steif. Und das Schönste: Du kannst beim Spaziergang einfach pflücken, was am Wegrand blüht.

Mehrere kleine Glasvasen mit gepflückten Wildblumen – Lavendel, Margeriten und wilde Möhre – auf einem weißen Tisch im Sonnenlicht
Lieber viele kleine Sträußchen als ein großes Gesteck – jedes ein bisschen anders

6 · Selbst bedruckte Leinenservietten

Eine Idee für einen verregneten Nachmittag: Schnapp dir ungebleichte Leinenservietten und einen Stempel – eine halbierte Kartoffel in Form geschnitten tut es, oder ein kräftiges Blatt aus dem Garten. Mit etwas Stofffarbe druckst du dir dein eigenes Muster. Keine zwei werden gleich, und genau das macht sie kostbar.

7 · Obst als Mitte des Tisches

Manchmal ist die schönste Deko essbar. Eine Etagere oder eine flache Schale mit Zitronen, Aprikosen und einer Handvoll Beeren bringt Farbe, Duft und Sommer auf den Tisch – ganz ohne Basteln. (Du weißt ja, wie sehr ich Zitronen liebe.) Und am Ende des Abends wird daraus einfach das Dessert.

8 · Kleine Schätze vom letzten Strandurlaub

Die Muscheln und glatten Steine, die in der Schublade liegen, weil man sie einfach nicht wegwerfen kann – leg sie auf den Tisch. Als Streudeko, als kleine Beschwerer auf den Servietten, als Platzhalter neben dem Teller. Irgendwann fragt ein Gast, woher sie sind, und schon erzählst du von eurem Sommer am Meer.

9 · Ein Holztablett als Herzstück

Wenn dir eine ganze Girlande zu viel ist: Stell ein schlichtes Holztablett in die Tischmitte und arrangier darauf Kerzen in unterschiedlichen Höhen, ein paar Zweige, vielleicht ein Glas mit Blumen. Alles auf einem Tablett wirkt sofort aufgeräumt und durchdacht – und du kannst es in einem Stück zur Seite stellen, wenn das Essen kommt.

10 · Kleine Kränzchen um Teller und Glas

Die Idee, bei der alle kurz innehalten: Bind aus biegsamen Zweigen und ein paar Wildblumen winzige Kränzchen und leg sie um jeden Teller oder als Ring um die Wassergläser. Es dauert nur ein paar Minuten pro Stück – aber dieser eine liebevolle Gruß auf jedem Platz bleibt allen in Erinnerung.

Der schönste Tisch ist nicht der teuerste. Es ist der, dem man ansieht, dass sich jemand Zeit genommen hat.

Du brauchst für all das keinen Bastelladen und kein Budget. Du brauchst einen Gang in den Garten, einen Blick in die Kommodenschublade und ein bisschen Lust, etwas mit den eigenen Händen zu machen.

Und falls dir zehn Ideen auf einmal zu viel sind: Such dir eine einzige aus – am liebsten die Grün-Girlande – und probier sie an diesem Wochenende aus. Denn am Ende ist die schönste Tischdeko sowieso die, die man nicht basteln und nicht kaufen kann: die Menschen, die du um diesen Tisch versammelst.

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Herzlich, Jona